Der richtige Start in den Frühling

Der richtige Start in den Frühling

Frühlingszeit ist Weidezeit: So gelingt der Start in die Saison!

Wenn die Tage länger werden, die Temperaturen klettern und die Sonne an Kraft gewinnt, steht der Frühling vor der Tür. Für uns Pferdefreund.innen bedeutet das: Die Weidesaison beginnt und der Fellwechsel startet. Bei Equus Vitalis wissen wir, wie wichtig jetzt ein behutsamer Übergang ist, um fütterungsbedingte Probleme und Stoffwechselbelastungen von vornherein zu vermeiden.

Darum ist langsames Anweiden so wichtig

Der Organismus deines Pferdes braucht Zeit, um sich auf veränderte Fütterungsbedingungen einzustellen. Das frische Frühlingsgras ist oft reich an Eiweiß und Energie, aber rohfaserärmer als Heu – ein starker Kontrast zur Winterfütterung. Eine zu schnelle Umstellung kann die sensible Darmflora schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folge können Verdauungsprobleme oder sogar ernsthafte Stoffwechselentgleisungen sein. Die beste Vorbeugung ist daher ein langsames, strukturiertes Anweiden.

So funktioniert das Anweiden Schritt für Schritt

Nimm dir für das Anweiden mindestens zwei, idealerweise jedoch vier Wochen Zeit. Auch wenn das Frühlingswetter noch so verlockend ist – das Wohlbefinden deines Pferdes geht vor.

  • Woche 1: 15 Minuten Gras pro Tag genügen völlig (gerne auch beim Grasen an der Hand).
  • Woche 2: Steigere die Zeit auf etwa eine halbe Stunde täglich.
  • Woche 3: Ab jetzt ist eine Stunde Weidegang am Tag ein gutes Maß.
  • Ab Woche 4: Danach lässt sich die Weidezeit langsam und kontinuierlich weiter steigern.

Unser Equus Vitalis-Tipp: Füttere deinem Pferd vor dem Weidegang immer ausreichend Heu. Das sättigt vorab, bremst die erste Gier auf das frische Grün und liefert die wichtige Rohfaser für die Aufrechterhaltung einer normalen Verdauungsfunktion.

Ergänzungsfuttermittel in der Weidesaison?

Frisches Weidegras liefert sehr viel Energie. Falls du Kraftfutter fütterst, solltest du die Menge entsprechend anpassen oder auf energieärmere Alternativen umsteigen.

Sinnvoll kann in dieser Phase die Gabe eines Ergänzungsfuttermittels sein, das speziell auf die Unterstützung einer normalen Verdauungsfunktion abgestimmt ist. So begleitest du dein Pferd optimal bei der nutritiven Umstellung.

Vergiss zudem nicht die Mineralstoffversorgung! Da viele Weideböden regional bedingt nicht mehr den vollen Mineralstoffbedarf decken, ist ein hochwertiges Mineralfutter als Ergänzung oft unerlässlich. So stellst du sicher, dass dein Pferd alle wichtigen Mikronährstoffe erhält.

Den Fellwechsel im Frühjahr optimal begleiten

Der Fellwechsel kostet den Organismus deines Pferdes viel Kraft. Ein guter Ernährungszustand ist jetzt das A und O. Nur mit einer bedarfsgerechten Versorgung an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien meistert dein Pferd diese Phase ohne unnötige Belastungen. Fehlen diese Bausteine, kann sich der Haarwechsel verzögern oder den Organismus übermäßig anstrengen.

Besonderes Augenmerk liegt jetzt auf essenziellen Aminosäuren und Proteinen, die wichtige Bausteine für das neue Haarkleid bilden. Achte außerdem auf eine ausreichende Zufuhr von Zink, Kupfer, Selen sowie den Vitaminen A, E und dem B-Komplex. Ein passendes Mineralfutter schließt hier gezielt Nährstofflücken (besonders wichtig, wenn das Heu allein nicht genügend Proteinquellen liefert).

Zusätzlich kannst du die Fütterung mit hochwertigem Leinöl ergänzen. Die darin enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren liefern wertvolle Bausteine, die für ein glänzendes Haarkleid bekannt sind und den Fettstoffwechsel optimal unterstützen.