Montag, 10. Mai 2010

Kräuterwissen - Kräuter und deren Wirkung

Die folgenden Kräuter können die Gesundheit Ihres Pferdes fördern. Damit man seinem Pferd durch die richtig dosierte Verabreichung aber auch Gutes tut, benötigt man ein umfangreiches Kräuterwissen. Kräuterwiese

Anis
Anis stammt aus dem Mittelmeerraum. Anis hat ein breites Wirkungsspektrum auf den Körper. Er wirkt sich positiv auf den Verdauungsapparat aus, Krämpfe werden gelöst, Gasansammlungen nach außen transportiert, Darmbewegung und Verdauungssäfte normalisieren sich. Die ätherischen Öle wirken sich positiv auf das Atem- und Bronchialsystem aus. Schleim wird verflüssigt und lässt sich leichter abhusten. Wirkstoffe: Ätherisches Öl, Anethol, Ansiketon, Anissäure, Acetaldehyd, Acetylcholin, Azulen, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Eugenol, Cumarine, Myristicin, Salicylate

Brennnessel
Die Brennnessel ist eine wildwachsende Heilpflanze, sie ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Sie wirkt harntreibend blutreinigend und als natürliches Mineralfutter. Wirkstoffe: Gerbstoffe, Vitamin C, Mineralstoffe, Karotinoide, Ameisensäure, Histamin, Serotonin, Kalium, Vitamin A, Eisen, Calcium, Phosphor, Kupfer, Zink, Mangan, Kieselsäure

Echinacea
Echinacea (Sonnenhut) ist im mittleren Nordamerika heimisch. Mittlerweile wird die Pflanze auch in Europa kultiviert. Echinacea zählt zu den wichtigsten Pflanzen zur Erhöhung der körpereigenen Abwehrkräfte. Echinacea wirkt zudem unterstützend bei Genesungsprozessen und zur Vorbeugung. Wirkstoffe: Flavonoide, Alkylamide, ätherische Öle

Fenchel
Fenchel wird bereits seit Jahrtausenden in der Heilkunde eingesetzt; die Haupteinsatzgebiete waren Husten und Blähungen. Fenchel wird eingesetzt bei Bronchitis, Asthma und trockenem Husten. Seine schleimlösenden Eigenschaften erleichtern das Abhusten. Bei Blähungen wirkt Fenchel entspannend und krampflösend. Wirkstoffe: ätherisiches Öl, Anethol, Fencheron Bergapten, Flavonoide

Flohsamen
Die Heimat des Flohsamens ist der Mittelmeerraum und Westasien. Kultiviert wird der Flohsamen in Kuba, Indien, Israel, Japan, Pakistan, Spanien, Südbrasilien und in Russland. Indischer Flohsamen beeinflusst positiv die Selbstreinigungsfunktion des Darmes bei fütterungsbedingten Mangelerscheinungen. Durch die in der Samenschale enthaltenen Schleimstoffe wird Sand und Erde im Darm gebunden, somit können diese Partikel problemlos ausgeschieden werden.

Ginkgo
Ursprünglich stammt der Ginkgobaum aus China und Japan. Die in den Ginkgoblättern enthaltenen wertvollen Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden und den Stoffwechsel aus. Wirkstoffe: Flavonoide, Alkohole, Pinit, Zucker, Essigsäure, Capronsäure, Ginkgolsäure, Ginkgolid, Shikmisäure, Sitosterin, Wachs, Stärke, Harz, ätherisches Öl, fettes Öl

Ingwer
Ingwer ist eine alte Heilpflanze. Er wächst von Indien bis Malaysia und China. Ingwer enthält wertvolle Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle und vor allem Scharfstoffe, welche verschiedene positive Wirkungen haben. Ingwer wirkt sich auf die Magen- und Darmfunktion aus; Magensaft-, Speichelbildung usw. werden positiv beeinflusst. Die Scharfstoffe wirken entzündungshemmend und haben eine positive Wirkung bei Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen. Das Atem- und Bronchialsystem, z. B. bei Erkältungen und Husten wird positiv beeinflusst. Wirkstoffe: Ätherische Öle, Zingiberen, Zingiberol, Gingerol, Shogaol

Kamillenblüten
Ursprünglich kommt die Kamille aus Süd- und Osteuropa, aber sie ist schon lange auch in Mitteleuropa heimisch. Die Kamille ist eine der beliebtesten Heilpflanzen in Europa. Die Anwendung der Kamille zeichnet sich insbesondere durch die beruhigende und entzündungshemmende Wirkung aus. Positiv wirkt die Kamille auf die Verdauungsorgane bei Krämpfen und Blähungen. Bei Ekzemen und anderen Hautreizungen kann ein Kamillenaufguss zu überraschenden Ergebnissen führen. Wirkstoffe: Ätherisches Öl, Azulen, Chamazulen, Bitterstoffe, Flavone, Gerbstoff, Cumarin

Salbei
Der Salbei kommt ursprünglich aus Gebirgen in Südeuropa. Salbei kann positiv den Magen-Darm-Trakt beeinflussen. Ebenfalls geeignet zur äußeren Anwendung bei Wespen- und sonstigen Insektenstichen. Wirkstoffe: Ätherisches Öl, d-Kampfer, Salviol, Salven, Betulin, Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure, Zineol, Flavonoide, Fumarsäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Östrogenartige Stoffe, Oleanolsäure, Pinen, Sabinol, Salizylsäure, Saponine

Spitzwegerich
Spitzwegerich wirkt schleimlösend bei Erkrankungen der Atemwege. Der Schleim wird verflüssigt und kann besser abgehustet werden. Spitzwegerich wirkt beruhigend auf das Atem- und Bronchialsystem. Spitzwegerich kann vorbeugend gefüttert werden. Wirkstoffe: Schleim- und Gerbstoffe, Glykoside, Phenolcarbonsäuren

Süßholzwurzel
Ursprünglich stammt die Süßholzwurzel aus dem Mittelmeer- gebiet und Westasien. Süßholz kann sich positiv auf den Atmungsapparat auswirken. Süßholz wirkt entzündungshemmend und abschwellend auf die Bronchien. Die Süßstoffe der Süßholzwurzel regen zudem den Wasser- und Salzstoffwechsel an. Wirkstoffe: Glycyrrhizin, Saponine, Flavonoide, Glykoside, Cumarine

Teufelskralle
Teufelskralle ist eine hochwirksame Pflanze mit entzündungshemmender, abschwellender und bedingt schmerzstillender Wirkung. Hauptsächlich wird die Teufelskralle bei Arthrose, Gelenkbeschwerden und Sehnenentzündungen mit großem Erfolg eingesetzt. Wirkstoffe: Iridoidglykoside, Harpagide, Harpagosid, Procumbid, Phytosterine,Glutamin-Säure, Histidin, Sterol

Thymian
Thymian stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Thymian wirkt krampflösend auf das Bronchialsystem, Reizhusten wird gedämpft und eine insgesamt positive Wirkung auf das Atem- und Bronchialsystem wird erreicht. Ebenfalls wird eine positive Wirkung auf den Verdauungsapparat, Magen und Darm erreicht. Thymian unterdrückt Gärungsprozesse und beseitigt Blähungen. Wirkstoffe: ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide