5 Schritte, um Pferdemist zu kompostieren

Donnerstag, 28. September 2017

5 Schritte, um Pferdemist zu kompostieren

Wenn Sie bei sich zu Hause Pferde halten, haben Sie sich wahrscheinlich schon gefragt, was Sie mit dem ganzen Mist, der dabei anfällt, machen sollen. Und das ist schon eine ganze Menge, denn ein Pferd produziert in einem Jahr rund acht Tonnen Mist.

Für die Gesundheit

Richtiges Mistmanagement ist wichtig für die Gesundheit der Pferde. Wenn die Tiere in der Nähe ihres Mists grasen, haben sie schnell wieder mit Wurmbefall zu kämpfen. Außerdem können die Abflüsse des Mists oberflächliche Wasserquellen kontaminieren und natürlich gibt es ein Geruchs- und Fliegenproblem.

Kompostieren ist die Lösung

Das Kompostieren des Mists ist eine gute Lösung. Das hat mehrere Vorteile:

  • Durch die Kompostierung verliert der Mist rund 50 % seiner Menge.
  • Die Hitze, die beim Kompostieren entsteht, tötet Wurmeier, Fliegenlarven, Krankheitserreger und Unkrautsamen.
  • Das Kompostieren verringert die Anzahl der Fliegen und die Gerüche.
  • Kompostierter Pferdemist ist ein hochwertiger Dünger für Garten, Pflanzen etc. Außerdem wird man diesen Dünger auch leicht los — Gartenfreunde werden Ihnen den Dünger freudig aus den Händen reißen.

Der Prozess

Das Kompostieren von Pferdemist ist nicht schwierig. Sie müssen einfach nur folgenden fünf Schritten folgen:

1: Einen geeigneten Platz auswählen

Es beginnt mit dem richtigen Platz für den Misthaufen. Optimal ist ein höher gelegener Ort. So kann Regenwasser gut abfließen und damit wird verhindert, dass alles durchweicht und davonrinnt. Optimalerweise ist der Ort nicht zu weit entfernt vom Stall.

2: Am besten einzelne Haufen

Um den Kompostierprozess zu unterstützen, bietet es sich an, einzelne Haufen aufzuschütten. Diese sollten etwa so groß wie eine Waschmaschine sein, denn das ist in etwa die Größe, die benötigt wird für die Hitzeerzeugung. Ist ein Haufen zu niedrig oder zu breit, wird die Kompostierung verlangsamt. Am besten geht das Aufschütten mit einem Traktor. Haben Sie keinen, können Sie auch Tonnen nehmen und diese füllen.

Ein System mit zwei Tonnen bzw. Haufen funktioniert recht gut. Füllen Sie zuerst alles in eine Tonne. Sobald diese voll ist, lassen Sie es kompostieren und füllen die zweite Tonne (oder machen einen zweiten Haufen). Sobald die erste Tonne kompostiert ist, kann man den Kompost entfernen und wieder von vorne anfangen.

Falls Sie mehrere Pferde haben, können Sie einfach mit einer größeren Anzahl an Tonnen bzw. Misthaufen arbeiten.

3: Decken Sie den Mist ab.

Das ist der wichtigste Schritt bei einem erfolgreichen Kompostiersystem. Decken Sie immer alles mit einer Plane zu. Das schützt nicht nur vor Nässe, sondern verhindert auch, dass der Pferdemist zu sehr austrocknet. Mit einer Plane kann der Regen außerdem nicht all die wichtigen Nährstoffe, die unser Garten so gerne hat, auswaschen.

4: Gute Belüftung ist wichtig.

Den Kompost sollte man regelmäßig durchmischen, damit Luft ins Zentrum kommt. Das beschleunigt den Kompostierprozess und stellt sicher, dass wirklich alles gleich gut kompostiert. Das ist aber, wenn man keinen Traktor hat, eine anstrengende Aufgabe.

Eine einfachere Lösung ist die Verwendung von PVC-Rohren, die man senkrecht ins Zentrum des Misthaufens steckt. Um die Effektivität der Rohre zu erhöhen, sollte man noch zusätzliche kleine Löcher hineinbohren.

5: Halten Sie den Misthaufen feucht, aber nicht nass

Das Material sollte in etwa so feucht wie ein ausgedrückter Schwamm sein. Es sollte sich also feucht anfühlen, aber nicht triefend nass sein. Wenn Sie eine Handvoll nehmen und diese ausdrücken, sollten nicht mehr als ein oder zwei Tropfen Flüssigkeit herauskommen — dann hat das Material die richtige Feuchtigkeit. Im Sommer kann es notwendig sein, den Mist mit dem Schlauch zu wässern, bevor man ihn zum Kompostieren gibt.

Das fertige Produkt

Kompostieren dauert zwischen drei und sechs Monaten. Der Kompost ist bereit für den Garten, wenn das Material eine gleichmäßige Struktur hat und in den Händen wie Erde zerbröselt. Also, worauf warten Sie noch? Fangen Sie jetzt an mit dem Kompostieren, dann haben Sie im Frühling perfekten Dünger für Ihren Garten.