Wie man die größten Reitfehler vermeidet

Montag, 25. Januar 2016

Wie man die größten Reitfehler vermeidet

Es heißt, man lernt nie aus. Dann kann es auch nicht schaden, wenn man sich immer wieder einmal mit den eigenen Reitfähigkeiten auseinandersetzt. Schließlich gibt es Perfektion nicht und damit immer etwas zu verbessern.

Es gibt sie beim Reiten: Dinge, die viele falsch machen und die das Reitvergnügen stark verringern, für Pferd und für Reiter. Dabei muss man nicht alles von Grund auf neu lernen. Beachtet man nur ein paar Dinge, kann man die am weitesten verbreiteten Fehler vermeiden. Hier sind unsere Tipps.

Das Pferd als Partner und Freund

Ein Pferd ist kein Sportgerät wie etwa ein Fahrrad. Es ist ein Lebewesen und deshalb muss man sich auf das Tier einlassen. Zieht man stur nur sein eigenes Ding durch, wird das nichts. Wichtig ist, mit dem Pferd ein Team zu bilden, es als Partner zu sehen und mit ihm zusammenzuarbeiten.

Nicht nach unten sehen

Natürlich schadet es nicht, wenn man beim Reiten hin und wieder nach unten auf sein Pferd schaut, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Dennoch sollte das nicht die ganze Zeit geschehen. Beim Nach-Unten-Schauen sitzt man nämlich nicht mehr richtig, der Körper fällt in sich zusammen, man verliert Halt und Konzentration.

Außerdem sollte man immer schauen, wohin man reitet und ob der Weg frei ist.

Kommunikation ist wichtiger als Gewalt

Reiten kann als Dialog zwischen Pferd und Reiter gesehen werden. Es gilt, auf die Körpersprache des Tieres zu achten, sich anzupassen und mit Hilfe der Reithilfen deutliche Signale zu geben. Je präziser man die “Sprache” der Reithilfen spricht und je besser man die Zeichen versteht, die das Pferd einem gibt, desto besser wird die Kommunikation.

Die Bauchmuskeln einsetzen

Die Muskelgruppe, die beim Reiten am öftesten eingesetzt werden sollte, sind die Bauchmuskeln. Mit ihnen lassen sich die Schwingungen des Pferdes optimal abfangen. Sie sorgen auch für eine aufrechte Sitzposition, einen geraden Rücken und steuern die Sitzhilfen. Spürt man die Bauchmuskeln nach dem Reiten, hat man es richtig gemacht.

Nicht an den Zügeln ziehen

Zügel sollten nicht benutzt werden, um das Pferd zu lenken oder es anzuhalten. Dafür sind eher die Gewichts- und Schenkelhilfen zuständig. Die Zügel sollten nach vorn, nach oben und manchmal seitlich gegeben werden. Nach hinten oder gar nach unten sollten sie aber nie gezogen werden.

Auch zu eng oder zu kurz genommene Zügel sind für das Pferd unangenehm, denn so wird ständiger Druck auf das Maul ausgeübt. Zu lange Zügel sind aber auch nicht gut, denn dann kommt es öfter zu ruckartigen Bewegungen.

Also immer auf die richtige Länge der Zügel achten.

Konzentration ist das Um und Auf

Ohne Konzentration kann man nicht ordentlich reiten, weil dann nichts richtig funktioniert. Nur wenn man auf sich selbst und auf sein Pferd gleichzeitig achtet, kann man gut reiten. Dazu gehört auch viel Gefühl, das mit der Zeit kommt.

Man sollte sich aber auch nicht zu sehr konzentrieren, sonst verkrampft man.

Ständiges lernen und Fehler zuerst bei sich selbst suchen

Es ist im Grunde ganz einfach: Versucht man, sich ständig zu verbessern, wird man zwangsweise besser beim Reiten. Das Reiten ist eine subtile Kunst, die so viele verschieden Facetten hat, dass es immer Neues zu entdecken gibt. Feingefühl und Präzision entwickeln sich auch erst mit der Zeit und dem beständigen Streben, sich zu verbessern. Hier kann es hilfreich sein, sich Ziele zu setzen. Am besten stellt man dazu einen Plan auf. Die Ziele sollten aber realistisch und erreichbar sein. Sonst kommt Frustration auf.

Funktioniert einmal etwas nicht nach Wunsch, sollte man zuerst den Fehler bei sich selbst suchen. Habe ich etwas nicht richtig gemacht, vielleicht falsch mit dem Pferd kommuniziert oder Zeichen falsch gedeutet? Man sollte fair zu seinem Pferd sein und sich Fehler eingestehen. Nur dann kann man nach Lösungen suchen.

Man sollte auch offen für Kritik sein. Oft sehen andere etwas, das man selbst nicht bemerkt hat. Gerade dadurch, dass man Kritik ernst nimmt, kann man sich entwickeln.

Immer daran denken: Selbst die besten nehmen Unterricht.

Ohne Gesundheit kein Reiten

Gute Reiter halten ihre Tiere gesund und achten auf eine artgerechte Haltung. Nur mit einem gesunden Pferd ist Reiten ein Spaß. Dazu gehört, dass nicht zu viel trainiert wird, die richtige Ausstattung bei der Haltung, ein passender Sattel und die richtige Ernährung.

Viel Spaß beim Reiten!