Donnerstag, 30. September 2010

Artgerechte Boxenhaltung? - Vor- und Nachteile des Boxenstopp

Viele Pferde müssen nach den Sommermonaten im Offenstall wieder zurück in ihre Box. Trotz vieler Diskussionen über eine artgerechte Haltung in Offen-, Aktiv- und Bewegungsställen zeigt die Realität, dass für viele Pferde und deren Besitzer die Boxenhaltung auch viele Vorteile und ihre Berechtigung hat.

Von Natur aus sind Pferde Herden-, Lauf- und Fluchttiere, die im Freien leben und nahezu ständig in Bewegung sind. Sie sind sehr soziale Tiere, die Sozialkontakte zu anderen Pferden in der Herde suchen. Und sie benötigen frische Luft, da ihre Atmungsorgane sehr sensibel sind. Das Tageslicht stärkt das Immunsystem, fördert Atmung, Durchblutung, Kreislauf und Stoffwechsel. Also alles Dinge, die für eine Offenstallhaltung sprechen.

In der Praxis hat aber auch diese Haltungsform seine Nachteile. Es spricht dagegen einiges für die Boxenhaltung.

  • Es besteht geringere Verletzungsgefahr aufgrund von Rangstreitigkeiten.
  • Rangniedrige Pferde können stressfrei Fressen und sich erholen.
  • Sie haben einen eigenen Bereich, den sie nicht verteidigen müssen.
  • Es kommt zu einer geringeren Ausbildung des Winterfells aufgrund geringerer Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter. Sie sind vor extremer Kälte und starker Hitze geschützt.
  • Der Pferdebesitzer hat einen guten Überblick über das Fress- und Mistverhalten seines Pferdes.
  • Das Pferd ist für den Besitzer, den Tierarzt und den Hufschmied leicht verfügbar.
  • Es muss weniger Zeit zum Putzen und zum Trocknen nach der Arbeit eingeplant werden.
  • Eine tierärztlich verordnete Boxenruhe kann eingehalten werden. Bei Offenstallpferden wird dies als eine Trennung von der Herde empfunden und wirkt oft kontraproduktiv.

Wenn man die Boxenhaltung richtig pflegt und einige Punkte dabei beachtet, kann diese auch als artgerecht bezeichnet werden.

Die Boxenhaltung ist nur für Pferde, die regelmäßig besucht und bewegt werden geeignet. Sie benötigen die Abwechslung, Sozialkontakte und Umweltreize gegen die Langeweile. Das Pferd sollte also mehrere Stunden am Tag die Box verlassen dürfen. Einige Stunden freier Koppelgang mit Artgenossen sollten neben der Trainingseinheit möglich sein. Die verschiedenen Aktivitäten müssen gut auf den Tag verteilt werden. Zur Bewegung soll nicht nur die Halle benutzt werden, sondern bei passendem Wetter auch die Außenplätze verwendet werden, oder die Möglichkeit eines Ausritts oder Spaziergangs gewählt werden.

Auch in der Box soll für Abwechslung gesorgt sein. Die Pferde müssen mit ihren Artgenossen kommunizieren können. Daher müssen die Boxenwände einen direkten Sichtkontakt von einem Pferd zum anderen ermöglichen.

Entsprechend der Tierhaltungsverordnung muss die Grundfläche der Box, die dem Pferd zur Verfügung steht, der Größe des Tieres angepasst sein. Die Bodenbeläge müssen rutschfest sein, die Liegefläche eingestreut und trocken.

Von besonderer Wichtigkeit ist das Stallklima. Bei Innenboxen soll daher ein dauernder und ausreichender Luftwechsel stattfinden. Die Pferde sollen dabei aber keiner schädlichen Zugluft ausgesetzt sein. Die Fensterflächen müssen mindestens 3 Prozent der Bodenfläche entsprechen, damit genügend Tageslicht einfällt.

Ebenso wichtig ist die sorgfältige Entmistung und hochqualitatives Einstreu. Staub- und Pilzsporenbelastungen und Amoniakausdünstungen aus nasser Einstreu können zu dauerhaften Schäden führen.

Auch die Belastung durch Pilzspuren im Heu, Hafer und Müsli muss so gering wie möglich gehalten werden. Oft ist dieses sensorisch einwandfrei und trotzdem kommt es zu Problemen. Die Ursache dafür können Mykotoxine sein. Mykotoxine sind Ausscheidungen von bestimmten Schimmelpilzarten, die in der Regel bereits am Feld auf der Pflanze entstehen. In der Verdauung stören diese Toxine einerseits die natürliche Darmflora und andererseits werden sie in den Stoffwechsel aufgenommen und schwächen dort die Leber und das Immunsystem. Dadurch wird das Tier anfälliger gegenüber Erkrankungen.

Daher empfiehlt sich für Pferde im Herbst und im Frühling eine 3-Monats-Kur mit EQUUS Gold. EQUUS Gold ist eine Mischung bester Komponenten, die unter anderem Mykotoxine unschädlich machen, die Verdauung positiv beeinflussen, die Atmung unterstützen, die Hufbeschaffenheit verbessern und ganz allgemein die Immunität der Tiere verbessern.

Wird dem Futter EQUUS Gold beigemischt können diese Toxine enzymatisch abgebaut werden und sie richten keinen Schaden an.