Die 10 Gebote fürs Reiten im Gelände

Dienstag, 09. Februar 2016

Die 10 Gebote fürs Reiten im Gelände

Im Sommer bekommt man Lust, das Reiten von der Halle nach draußen zu verlegen. Was gibt es schließlich Schöneres für Pferd und ReiterIn, als einen Ausritt im Gelände? Ein paar Dinge gibt es zu beachten, um optimal vorbereitet zu sein.

  1. Haben Sie ein Pferd, dass an Ausritte ins Gelände oder an Straßenverkehr nicht gewöhnt ist? Dann gehen Sie es am besten langsam an. Äußere Umwelteinflüsse dürfen nicht unterschätzt werden.
    Ist Ihr Pferd ängstlich oder nervös, reiten Sie mit einem geländeerfahrenen Pferd als Begleitung aus. So können gefährliche Situationen mit Hilfe des Herdentriebs vermieden werden.

  2. Reiten Sie in einer Gruppe so oft es geht. Nicht nur wegen der Möglichkeit, geländeerfahrene Tiere dabeizuhaben, ist das eine gute Idee. Es macht auch mehr Spaß. Sollte wirklich einmal etwas passieren, ist außerdem schnell Hilfe zur Stelle.

  3. Apropos “etwas passieren”: Reiten Sie nur ins Gelände, wenn Sie ausreichend ausgerüstet sind. Ein bruch- und splittersicherer Helm mit ordentlicher Befestigung, Handschuhe und mindestens knöchelhohe Schuhe sollten Grundausstattung sein.
    Die Beine Ihres Pferds können Sie mit Gamaschen vor Verletzungen durch brechende Äste oder aufgeworfene Steine schützen.

  4. Kontrollieren Sie die Ausrüstung vor jedem einzelnen Ausritt. Sind Zügel und Bügelriemen, etc. in Ordnung? Diese Kontrolle kann den Unterschied machen zwischen idyllischem Ausritt und Horrortrip.

  5. Denken Sie daran, für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen. So können Sie Unannehmlichkeiten vorbeugen.

  6. Informieren Sie sich über die aktuellen gesetzlichen Regelungen für das Reiten im Gelände in der Region, in der Sie ausreiten möchten. Schließlich schützt Unwissenheit nicht vor Strafe.

  7. Ob Sie ausreiten sollten hängt auch von der Bodenbeschaffenheit ab. Ist der Boden durch starke Regenfälle aufgeweicht und tief, sollten Sie auf einen Ausritt verzichten oder wenigstens Umwegen in Kauf nehmen.

  8. Bei einem Ausritt sind Sie ein Verkehrsteilnehmer wie alle anderen. Halten Sie sich an die Verkehrsregeln, achten Sie darauf, anderen Verkehrsteilnehmer im Schritttempo zu begegnen und seinen Sie freundlich und hilfsbereit.

  9. Melden Sie etwaige Schäden selbstständig und unaufgefordert und regeln Sie den Schadenersatz. Hier hilft auch die bereits erwähnte Versicherung.

  10. Sprechen Sie Regelverstöße anderer ReitkollegInnen immer an. Schließlich leidet darunter der Ruf aller ReiterInnen, wenn sich ein paar schlecht verhalten.

Im nächsten Artikel beschäftigen wir uns dann damit, was Sie tun können, falls Ihr Pferd im Gelände durchgehen sollte.