Dienstag, 19. Oktober 2010

Salz – Unerlässlich für gesunde Pferde

Als „weißes Gold“ wurde Salz vor Jahrtausenden höher geschätzt als wertvolle Edelmetalle. Salz ist eine Verbindung aus positiv geladenen Natrium- und negativ geladenen Chlorid-Ionen. Das nach dem Wasserentzug vorliegende Natriumchlorid ist bekannt als Kochsalz und gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen in der Pferdefütterung.

Die Funktionen von Salz im Körper sind vielfältig. Es dient der Erhaltung des Osmotischen Drucks der Zellen, aber auch der Regulation des Säure-Basen-Haushalts. Ein Salzmangel bei Pferden führt zu Schwäche und Lustlosigkeit, zu Durstlosigkeit und einer schlechten Verdauung.

Im Allgemeinen bekommen unsere Pferde nicht genug Salz. Besonderes Augenmerk ist auf Pferde im Training zu legen. Durch die Energie, die Pferde im Training benötigen, um die Muskeln anzutreiben wird Wärme erzeugt. Diese wird durch Schwitzen abgegeben, und die damit verbundene Verdampfungskühlung hält die Körpertemperatur stabil. Die Menge an Schweißverlust hängt von mehreren Faktoren wie der Temperatur, der Dauer und Intensität des Trainings und der Luftfeuchtigkeit ab.

  • Ein Pferd in leichter Arbeit bei moderatem Wetter verliert ungefähr 5 Liter Schweiß pro Arbeitsstunde.
  • Bei heißem Wetter verliert das Pferd schon 10 Liter Schweiß.
  • Bei extremer Beanspruchung und heißem Wetter kann ein Pferd zwischen 25 und 40 Litern Schweiß verlieren.

Schweiß enthält Elektrolyte. Das sind im Körperwasser gelöste Mineralien, die das Zellgleichgewicht und damit lebenswichtige Zellfunktionen wie z. B. den Stoffwechsel unterstützen. Die wichtigsten Mineralien sind Natrium, Kalium, Chloride, Kalzium und Magnesium. Besonders Natrium, Kalium und Chlorid wird über den Schweiß ausgeschieden.

Der Unterschied zwischen dem Schweiß eines Pferdes und dem menschlichen Schweiß ist gravierend. Menschlicher Schweiß ist hypotonisch. Das heißt, die Elektrolytkonzentration im Schweiß ist niedriger als die intra- und extrazelluläre Flüssigkeit. Beim Pferd ist das genau umgekehrt. Dessen Schweiß ist hypertonisch. Daher müssen wir Menschen den Salzgehalt möglichst gering halten. Das gilt jedoch nicht für das Pferd.

Die Bedarfsdeckung erfolgt in der Pferdefütterung über mineralisiertes Futter oder über den klassischen Salzleckstein. Beim Salzleckstein entscheidet das Pferd frei, wie viel Natriumchlorid es aufnehmen möchte. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten:

Viehsalzleckstein: Er ist ein großer weißer Stein und besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid mit einem geringen Anteil an Magnesiumchlorid bzw. – sulfat.

Mineralleckstein: Hier wurden zusätzlich zu Natriumchlorid noch andere Mineralstoffe zugesetzt, deren Menge aber nicht bedarfsdeckend ist. Das kann zu Problemen bei der Nährstoffberechnung führen.

Meersalz: Es wird in Salzgärten gewonnen, in die Meerwasser eingeleitet wird. Nach der Verdunstung bleibt diese besonders wertvolle Salzart über. Es besteht aus 55 % Chlor, 30,6 % Natrium, 7,7 % Sulfat, 3,7 % Magnesium, 1,2 % Calcium, 1,1 % Kalium und 0,7 % Restbestandteile. Es wird bei hochwertigen Futtermitteln verwendet.

Himalaya-Salzstein: Das Besondere am Himalaya-Salz ist seine Entstehung. Durch Klimaveränderungen trocknete ein Teil des Ur-Meeres vor mehr als 200 Millionen Jahren aus. Durch anschließende Erdverschiebungen gelangte das Salz unter die Erdoberfläche und lagert heute in ca. 600 - 800 m tiefen Salzadern, geschützt vor allen heutigen Umweltbelastungen.

  •  frei von Verschmutzungen der heutigen Meere
  •  reich an Mineralstoffen
  •  mit naturbelassenem Jod
  •  ohne Zusätze
  •  bergmännisch abgebaut
  •  völlig unbehandelt

Während übliche Steinsalze erst mit Wasser gelöst und aus dem Erdinneren mit Pumpen transportiert werden, dann in hochindustriellen Anlagen eingedampft, gereinigt, raffiniert und mit künstlichen Zusätzen wie Jodat usw. versehen werden, wird das Himalaya-Salz noch einfach und bergmännisch im ganzen Stück abgebaut. So liegt ein absolutes Naturprodukt mit einer hohen Nährstoffvielfalt vor. Mindestens 84 verschiedene Metalle und Nichtmetalle findet man im Himalaya–Steinsalz in mindestens 200 verschiedenen Bindungsformen. Diese Mineralienzusammensetzung entspricht auch der "Ursuppe", dem Urmeer, aus dem alles Leben entstanden ist. Der Anteil an Mineralien und Spurenelementen liegt beim Ur-Salz zwischen 2,5% und 4%, der Rest ist reines Kochsalz. Es wird von den Pferden sehr gerne angenommen.